Mit dem Fall Creators Update vom 17.10.2017 wurde der automatische Login des letzten angemeldeten Benutzers standardmässig aktiviert. Ich empfinde das bei Rechnern, die von mehreren Personen genutzt werden als störend.

Das automatische Anmelden beim Booten von Windows 10 führt dazu, dass der letzte Benutzer im Hintergrund angemeldet bzw. das Benutzerprofil geladen und die Bildschirmsperre aktiviert wird. Dadurch muss der Benutzer - wenn er sich nach dem Hochfahren etwas Zeit lässt - nach der Eingabe des Kennworts nicht warten, bis sein Profil geladen wurde, sondern kann sofort loslegen.

Bei Rechnern, die sowieso nur von einem Benutzer verwendet werden ist diese Funktion sinnvoll, man muss es nur wissen. Ansonsten wundert man sich schon, dass eine Warnung über einen noch angemeldeten Benutzer auftaucht, wenn man einen Rechner startet und ohne Anmeldung herunterfahren möchte.

Wird ein Rechner von mehreren Personen genutzt - z.B. das Familien-Notebook - ist der vermeintliche Vorteil schnell dahin, da sich an so einem Gemeinschafts-Rechner wohl nur zufällig der letzte Benutzer wieder anmeldet. Dessen Profil wird allerdings beim Start geladen, was einem anderen Benutzer natürlich keinen Vorteil bringt. Dessen Benutzerprofil wird ganz normal bei der Anmeldung geladen. Zusätzlich ist jedoch der letzte Benutzer auch schon automatisch 'angemeldet' worden. Damit kommt beim Abmelden wieder die Warnung, es wäre noch jemand angemeldet (was ja auch stimmt).

Wer möchte, kann diese Funktion deaktivieren. Sie findet sich in den Einstellungen unter: Konten - Anmeldeoptionen.

Die etwas verwirrende Bezeichnung des Schalters lautet "Meine Anmeldeinfos verwenden, um die Geräteeinrichtung (nach) einem Update oder Neustart automatisch abzuschließen". (Das 'nach' fehltwink)

Die Schalterbenennung macht jedoch deutlich, wofür die Funktion 'eigentlich' gedacht ist: Wenn z.B. ein Gerätetreiber einen Neustart anfordert, wird die Treiberinstallation nach dem Reboot automatisch abgeschlossen und wartet nicht auf die Anmeldung des letzten Nutzers.

Ob man die Funktion deaktiviert, muss daher jeder für sich selbst entscheiden.

 

 

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