Software aktualisieren und installieren

    Weiterführende Informationen im Ubuntuusers-Wiki

    Ubuntu nutzt zur Softwareinstallatin und -aktualisierung das Paketmanagement-Tool APT (Advanced Package Tool), welches im Bereich des Linux-Betriebssystems Debian/GNU entstanden ist. APT ermöglicht es auf einfache Weise, Programmpakete zu suchen, zu installieren oder zu deinstallieren. Abhängige Pakete, d.h. Pakete, die zusätzlich benötigt werden, installiert APT automatisch mit bzw. deinstalliert sie, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Außerdem kann man mit APT das komplette System auf den neuesten Stand bringen, auf gut neudeutsch: Updaten.

    Die Bedienung der Paketverwaltung auf Rechnern ohne grafische Oberfläche erfolgt mit apt-get.

    Nachdem wir im letzten Teil das Netzwerk konfiguriert und unseren Server ans Internet gebracht haben, bringen wir als Erstes das System auf den neuesten Stand. Wir melden uns also von einem Desktop-PC via SSH auf dem Server an. Für das Update brauchen wir folgenden Befehle:

    1. sudo apt-get update

    Mit diesem Befehl wird die aktuelle Paketdatenbank von einem Ubuntu-Server geladen.Nun kennt unser System die aktuellen Versionen aller verfügbaren Programmpakete.

    2. sudo apt-get upgrade

    Damit werden alle installierten Pakete aktualisiert. Einige Pakete werden jedoch zurückgehalten, sprich nicht aktualisiert. Das sind Updates, die einen Reboot des Servers erforderlich machen würden, wie z.B. ein geänderter Kernel. Wenn man anhand der Ausgabe des 2. Befehls erkennt, daß Pakete zurückgehalten wurden, kann deren Installation mit

    3. sudo apt-get dist-upgrade

    angestoßen werden. Die beiden ersten Befehle solltet Ihr regelmäßig ausführen, damit der Server auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Der letzte Befehl braucht nur nach Bedarf ausgeführt zu werden.

    Die erste Installation

    Im Vergleich zu vim ist nano schon recht komfortabel. Puristen sind sogar der Ansicht, vim ist alles, was man als Editor unter Linux braucht und nano ist nur Schnickschnack für Anfänger. Auch ein Dateimanager ist völlig überflüssig, man kann alle Dateioperationen mit Kommandozeilen-Befehlen durchführen. Das ist vollkommen richtig, aber der eine oder andere möchte evtl. am Anfang doch ein wenig mehr Komfort habem. Dafür gibt es unter Linux den Midnight Commander, der einigen von Euch vielleicht ein Begriff ist. Der MC bringt auch einen Editor mit, mcedit. Der Aufruf von mcedit in der Konsole bringt jedoch folgende Ausgabe:

    The program 'mcedit' is currently not installed. You can install it by typing:
    sudo apt-get install mc

    mceditJetzt seht Ihr ein Leistungsmerkmal von APT: Sobald man eine Funktion anfordert, die momentan nicht installiert ist, wird anhand der heruntergeladenen Paketdatenbank der zur Installation erforderliche Befehl angezeigt. Also führen wir den vorgeschlagenen Befehl einfach einmal aus. Der MC wird installiert und nach erneuter Eingabe von mcedit öffnet sich der Editor des Midnight Commanders. Die Zahlen in der Unteren Befehlszeile bezeichnen normalerweise die Funktionstasten F1 bis F10. Da diese in einer Remote-Session nicht funktionieren, Benutzt stattdessen die Esc-Taste, gefolgt von den Zahlen 1 bis 0.

    Die Installation des MC ist nicht erforderlich, sie sollte Euch nur das Grundprinzip zeigen. Wenn Ihr der Meinung seid, das sei alles unnützer Kram, deinstalliert das Paket einfach mit

    sudo apt-get remove mc

    und weg ist der Midnight Commander. Ich werde weiterhin nano verwenden. Wer von Euch lieber mit mcedit arbeitet, ersetzt jeweils einfach 'nano' durch 'mcedit'

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