Verzeichnisse für UNIX-Rechner freigeben

    Was Samba-Freigaben (CIFS/SMB) für Windowsrechner ist, ist NFS (Network Information Service) für die UNIX-Welt. Wenn man Linux- oder Mac-Rechner besitzt, sollte auch NFS bereitstellen. Vor allem, wenn man einen oder mehrere Linux-Receiver, z.B. Dbox2, Dreambox, Vu+ oder Andere in sein Netz eingebunden hat, mach sich das Leben mit NFS einfacher.

    Der NFS-Server wird mit dem Befehl

    sudo apt-get install nfs-kernel-server

    installiert. Die Konfiguration der NFS-Freigaben wird in der datei /etc/exports vorgenommen. Dies geschieht durch Eintragen einer Zeile nach folgendem Schema:

    <Pfad> <computername> <Optionen>

    <Pfad> <IP-Adresse> <Optionen>

    <Pfad> <IP-Bereich> <Optionen>

    Wie zuvor bei Samba, sichern wir zunächst die Beispieldatei:

    sudo mv /etc/exports /etc/exports.default

    und erstellen uns eine neue Datei:

    sudo nano /etc/exports

    Um beispielsweise zwei Clients Zugriff auf das Verzeichnis /home/Allgemein zu geben, tragen wir ein:

    /home/Allgemein rechner1(ro,async) rechner2(rw,async)

    Rechner1 erhält dabei Lesezugriff, Rechner2 erhält Schreibrechte

    Damit das funktioniert, müssen die Rechner natürlich über Ihren Namen erreichbar sein. Sollte ein ping auf den Rechnernamen fehlschlagen, müssen die Rechner mit ihrer IP-Adresse in der Datei /etc/hosts eingetragen werden:

    192.168.2.100 rechner1

    192.168.2.101 rechner2

    Es ist auch möglich, einen kompletten IP-Bereich freizugeben:

    /home/Allgemein 192.168.2.0/255.255.255.0(rw,async)

    oder

    /media/Allgemein 192.168.2.0/24(rw,async)

    Nach dem Speichern muß die Datei vom NFS-Server neu eingelesen werden. Das erledigen wir mit dem Befehl

    sudo exportfs -ra

    Jetzt kann die Freigabe von den Clients angesprochen werden. Dazu erstellt man einfach ein Verzeichnis auf dem Client und bindet die Freigabe ein:

    Befehle auf dem Client-Rechner:

    sudo mkdir /media/Freigabe

    sudo mount ip_adresse_server:/home/Allgemein /media/Freigabe

    Damit man die Freigabe nicht jedesmal neu von Hand einbinden muß, kann man sie auch mit root-Rechten in der Datei /etc/fstab eintragen:

    182.168.2.10:/home/Allgemein /media/Freigabe nfs rw 0 0

    Um die Freigabe ohne Neustart einzubinden, liest man die Datei fstab mit dem Befehl

    sudo mount -a

    neu ein. Beim nächsten Start des Client wird die NFS-Freigabe automatisch eingebunden (gemountet) und steht allen Benutzern zur Verfügung.

    Weiterführende Informationen zu NFS

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