Es freut mich jedesmal, wenn mich eine Mail erreicht, aus der ich sehen kann, daß dieses Projekt Anklang findet, auch bei Anderen funktioniert und augenscheinlich gut erklärt ist. Feedback ist das Salz in der Suppe. Wenn jemand weitergehende Erläuterungen hat, die über das 'Fassungsvermögen' der Kommentarfunktion hinausgehen: Nur her damit, das kommt dann in diesen Artikel.

Mail von Renke am 12.08.2011:

Zunächst meinen ganz herzlichen Dank an Bernd für die ausführliche und gut nachvollziehbare Dokumentation !

Beim Rollout in Firmennetzwerken ist die Anleitung eine große Hilfe.

Als gebranntes Kind verweigere ich mittlerweile das Rollout von Clients in Domänenumgebungen per Disk-Cloning kategorisch  ;)

In der Vergangenheit habe ich unsere XP-Workstations mit dem Verteilungssystem "unattended" (siehe sourceforge) aufgesetzt.

Leider ist das System von den Entwicklern bisher noch nicht auf die Verteilung von Win7 angepasst.

Plötzlich mit der Aufgabe konfrontiert, eine größere Anzahl an Windows 7 Rechnern aufzusetzen, hat mir die Dokumentation eine prima Grundlage geboten.

Hier noch eine Praxiserfahrung, die Euch hoffentlich etwas Zeit und Mühe spart - Tip zu Verwendung von DISM:

Wer eine netzwerkbasierende Verteilug von Windows 7 anstrebt, wird um die Verwendung von DISM nicht herumkommen.

Das Kommandozeilen-Tool DISM (Deployment Image Servicing and Management) ist Teil des Windows AIK.

Mit seiner Hilfe können Windows Installations Images (.wim) gemountet und angepasst werden.

Die Bearbeitung von Win7-Images (auch 64bit) kann damit auch auf anderen OS wie z.B. Windows XP erledigt werden.

Es gibt dafür auch grafische Oberflächen, wie GDISM oder RT7lite.

Diese ersetzen zwar die etwas umständliche Kommandozeile, erschweren es aber, nachzuvollziehen, welche Änderungen am Image wirklich vorgenommen wurden.

Zu den möglichen Anpassungen zählt die Integration von Treibern in die Installations-Images.

Die Integration von Treibern wird spätestens dann notwendig, wenn für die Netzwerkkarte der Zielrechner kein Treiber in den Installationsdateien vorhanden ist.

Die Schwierigkeiten können sogar schon beginnen, wenn kein Treiber für die verbauten Festplattencontroller geladen wird.

Auf den grundlegenden Prozess der Treiberintegration will ich hier nicht näher eingehen.

Dazu findet sich im Microsoft Technet eine ausführliche Dokumentation --> http://technet.microsoft.com/en-us/library/dd744256%28WS.10%29.aspx

Auf einen Punkt beim Monten und Verändern möchte ich hier jedoch besonders hinweisen:

Beim Monten eines Images muss zwingend der Parameter "Index" mitgegeben werden, dessen Sinn und Zweck oft nur sehr stiefmütterlich erklärt wird.

Bsp.: dism /Mount-Wim /wimfile:c:\wim\install.wim /index:4 /MountDir:c:\img

Ein Image kann verschiedene Versionen des Betriebssystems enthalten.

Welche Version des Betriebssystems gemountet wird, bestimmt der Parameter "index"

NUR die Version die grade gemounted wird, versorge ich später mit der Option "/add-driver" mit zusätzlichen Treibern.

Bsp: habe ich mittels Angabe von "Index:1" Windows 7 HomeBasic gemountet, stehen später auch nur bei dessen Installation die neuen Treiber zur Verfügung

Will ich mit dem gleichen Image auch Windows 7 Professional installieren, muss ich das Image erneut mit "Index:3" mounten und die Treiberintegration wiederholen

Welche Version des OS sich hinter welchem Index verbirgt und welche Versionen ein Image enthält, gibt folgender Befehl aus

Bsp.: dism /Get-WimInfo /WimFile:d:\sources\install.wim

 


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