WLAN - zweites Funknetz einrichten

Das Problem:

Es ist ja schön, wenn man eine große Wohnung bzw. ein großes Haus sein Eigen nennen kann. Was aber, wenn die Reichweite unseres WLAN-Routers nicht ausreicht, um bis in die obere Etage zu gelangen?

Eine Möglichkeit ist, einen WLAN-Repeater an einer geeigneten Stelle zu platzieren, um so die Reichweite unseres Funknetzes zu erhöhen. Das kann z. B. auch eine zweite Fritzbox sein. Allerdings braucht so ein WLAN-Repeater ebenfalls eine Funkverbindung zu unserem Router, und diese Verbindung sollte schon stabil sein. Daran scheitert diese Lösung oft, da sich einfach keine Stelle finden lässt, von der aus sowohl der Router als auch die obere Etage gut über WLAN erreicht werden kann.

In diesem Fall müssen wir wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und ein LAN-Kabel in die obere Etage ziehen oder - falls das nicht möglich ist - eine Verbindung über das Stromnetz mit zwei PowerLAN-Adaptern herstellen. Damit können wir wenigstens den Rechner, der im Arbeits- oder Kinderzimmer steht, mit Internet versorgen. leider haben wir damit immer noch kein WLAN in der oberen Etage.

Die Lösung:

Wenn wir eine LAN-Verbindung hergestellt haben, können wir unsere zweite Fritzbox dazu nutzen, ein zusätzliches Funknetz in dieser Etage aufzubauen. Die Fritzboxen können eine Internetverbindung nicht nur direkt über DSL, sondern auch z. B. über ein Kabel- oder DSL-Modem herstellen. Faktisch ist es egal, woher die Verbindung kommt, die Fritzbox nutzt jede bestehende Internetverbindung einfach mit.

So geht's:

Ich benutze hier eine Fritz.Box 7270. Die Einstellungen sind jedoch prinzipiell die Selben, lediglich die Menüpunkte können variieren.

Als Erstes schließen wir einen Rechner mit einem LAN-Kabel direkt an die zweite Fritzbox an. Es ist wichtig, dass die zweite Fritzbox keine Verbindung zum ersten Router hat, da sie momentan noch die gleiche IP-Adresse wie die erste Fritzbox hat.

In der Konfigurationsoberfläche gehen wir auf Internet - Zugangsdaten. Dort stellen wir ein:

Anschluß

- Externes Modem oder Router

Betriebsart

- Vorhandene Internetverbindung im Netzwerk mitbenutzen (IP-Client)

Verbindungseinstellungen

Da diese Box nicht direkt mit dem Provider verbunden ist, müssen Up- und Downloadgeschwindigkeit manuell eingetragen werden. Bei einer 16.000er Leitung mit 1 MBit/s Upstream tragen wir ein:

Upstream: 1024

Downstream: 16384

2. Funknetz

Nun klicken wir auf den Link "Verbindungseinstellungen ändern", um zu den IP-Einstellungen zu gelangen:

- DHCP ist möglich, ich stelle es jedoch lieber manuell ein:

- Beispiel bei der Standard-Fritzbox-Konfiguration. Erste Fritzbox (die mit dem Internetzugang) hat 192.168.178.1

 

Nach dem Speichern schließen wird das LAN-Kabel, daß von unserem Router kommt, an den 1. LAN-Port der zweiten Fritzbox an. Wichtig: Es funktioniert nur über LAN1, nicht über einen anderen Port!

Jetzt richten wir das zweite WLAN ein, also Namen vergeben und die Verschlüsselung konfigurieren. Die Einstellungen können einfach von der ersten Fritzbox übernommen werden. Wir geben natürlich einen anderen Namen (SSID) für unser neues Funknetz an. Ab jetzt haben wir ein funktionierenes Funknetz in der oberen Etage und zusätzlich noch 3 freie LAN-Ports an unserer Fritz.Box.

2. Funknetz